von grossen Wagenabständen zu kurz gekuppelt

Wagenabstände IST

sowas geht ein­fach nicht! auch für Radius R1 kann man hier eine anspre­chende Lösung einsetzen

Bei ganz vie­len Züge auf den schön gestal­te­ten Modulanlagen sind die Abstände zwi­schen den Loks und Wagen viel zu gross. Teilweise ist dies dem immer noch aktu­el­len Radis R1 geschul­det, der auf vie­len älte­ren Anlagen ver­baut ist. Einerseits will die MoBa-​Industrie die­sen Kundenkreis nicht ver­lie­ren. Andererseits sind nicht alle älte­ren und teil­weise auch jün­ge­ren Konstruktionen opti­mal kon­stru­iert. Und bei vie­lem älte­ren RoMa gibt es keine Kurzkupplungskinematik KKK.

Kuppelstangen

peho Kurzkupplungskulissen mit Kuppelstange

Ich liebe “rea­lis­ti­sche” kurz gekup­pelte Züge. Da meine Züge nor­ma­ler­weise in einer fixen Konstellation auf die Gleise gestellt wer­den, suche ich hier beim RoMa mit NEM-​Schacht meis­tens eine Lösung mit Kuppelstangen. Diese gibt es in ver­schie­de­nen Längen, so dass meist eine opti­male Lösung gefun­den wird.

mit einer Kupplungsstange die bei­den NEM-​Schächte verbunden

Meine Favoriten sind die mit dem ange­deu­te­ten Schlauch von spur­neun (erhält­lich bei Eichhorn Modellbau).

gekürzte Standardkupplungen, Transport

zur Verbindung der Zugsteile wer­den immer noch Standardkupplungen ver­wen­det, jedoch eine um einen und die andere um 2 mm kürzer

Die NEM-​Schächte aus Kunststoff lei­ern aus, wenn mann die Kupplungsstangen immer wie­der ein- und aus­steckt, und es ist ein nicht idea­les Gefummel an der Ausstellung. Ist ein Zug län­ger als meine Transportkoffer, setze ich bei den Zugsteilen beid­sei­tig eine gekürzte Normkupplung (Eichhorn Modellbau). Manchmal gilt es sogar mit zwei unter­schied­li­chen Längen der gekürzte Normkupplungen einen opti­ma­len Abstand zwi­schen den Wagen herzustellen!

Loks

An den Loks wird nor­ma­ler­weise auf der einen Seite die Original Standardkupplung mit dem Normkopf belas­sen. So kann jeder Zug ange­hängt werden.

(Kambly-​Lok mit kur­zer EH-Kupplung)
(Lok mit FLM-Kupplung)

Je nach­dem wie ich die Lok ein­setzte, wird auf der ande­ren Seite wenn mög­lich eine gekürzte Normkupplung (Eichhorn Modellbau) oder eine Fleischmann-​Kupplung eingesetzt.

Fleischmann Profikupplung

(FLM Kupplung an Arnold, …)

Sind die Wagen eines Zuges von Fleischmann, setzte ich viel die Fleischmann Profikupplung ein, denn die Wagen sind für diese Kupplung opti­miert! Die Fleischmann Profikupplung gibt es aber auch für viele andere Kupplungsaufnahmesysteme der ver­schie­de­nen Hersteller.
Die FLM Kupplung hat aber einen klei­nen aber ent­schei­den­den Nachteil bei Modulanlagen: Nicht immer sind alle Modulübergänge opti­mal aus­ge­rich­tet bzw. die Schienen bei den Übergänge teil­weise zu kurz, so dass immer mal wie­der eine Profikupplung durch die Erschütterungen geöff­net und der Zug geteilt wird.

(FLM Kupplung mit geschmol­ze­nem Entkupplungsstift)

Um dies zu ver­hin­dern erhitze ich die Enden der Entkupplerstifte mit einem Lötkolben, so dass der Stift kür­zer und das Ende leicht brei­ter ist. So kann die Kupplung nicht mehr auto­ma­tisch gelöst werden.

peho Clipskupplung

(Bild mit peho Kupplung)

Diese Kupplung lässt beim NEM-​Schacht auch kurz­ge­kup­pelte Wagen zu. Auf den Ausstellungen hat sich diese nicht bewährt, weil viele Modellbahner Wagen mit zusam­men­schie­ben kup­peln wol­len, was bei der peho-​Kupplung meist nicht rich­tig hält.
Auf pri­va­ten Festanlagen ist dies aber sicher eine sehr gute Option, denn ein Entkuppeln im lau­fen­den Betrieb ist so gut wie ausgeschlossen.

Magnetkupplung, elek­tri­sche Verbindung

(Kambly Zug mit peho Magnetkupplung)

Eine Alternative bei beleuch­te­ten Wagen mit NEM-​Schacht ist die strom­füh­rende Magnetkupplung von peho.

Kurzkupplungskinematik

Nicht alle, und vor allem ältere Wagenmodelle, haben eine Kurzkupplungskinematik KKK. Da ist es auch nicht immer mög­lich einen anspre­chen­den Wagenabstand mit Kupplungsstangen oder kur­zen Kupplungen zu errei­chen. Da hilft dann meist nur der Umbau auf eine KKK (Link).

Testen

(Foto Kurvenplatte)

Da ich keine fixe Anlage habe, habe ich mir für die Tests eine Platte mit diver­sen Gleisradien gebaut. Da drauf wer­den die frisch umge­bau­ten Wagen gestellt und getes­tet. R2 muss abso­lut pro­blem­los gemeis­tert wer­den. Kann man mit der gefun­den Lösung auch R1 gezo­gen fah­ren, bin ich sehr zufrieden.

Zusammenfassung

Die ein­heit­li­che, ein­fa­che und sichere Lösung gibt es nicht. Es ist immer ein Abwägen zwi­schen Optik und Fahreigenschaften. Und es ist immer ein sich mit Testen an die opti­male Lösung annähern.