Modul 32: Schurtanne

Es hat mich wie­der gepackt – ich muss wie­der Landschaft gestal­ten kön­nen. Schreinern, tackern, gip­sen, begrü­nen, .…. Zahnradtechnik und Steuerungen sind mir im Moment zu tro­ckene Materie!

Ich habe im Fundus noch ein Standardmodul aus der Hobbyaufgabe eines Kollegen gefun­den. Das soll nun ein pro­fa­nes ein­spu­ri­ges Streckenmodul ohne Technik werden.

Sein Name: Schurtanne

Die Jugendjahre habe ich Rorschach im Quartier Schurtanne ver­bracht. Aber mir nie Gedanken zur Herkunft des Namens gemach. Gemäss dem Schweizer Idiotikon kommt die­ser Flurname daher: 

(…) Jede Appenzeller Heimet hat in unmit­tel­ba­rer Hausnähe ihren Schutzbaum, den soge­nann­ten Wetterschutzbaum, der das Haus auf der West- oder auch Nordseite vor wil­den Stürmen und Blitzschlag zu schüt­zen hat. Es lebt darin noch der Rest eines Baumkultes nach, den das Schw. Id. z. B. noch in abge­gan­ge­nen Flurnamen wie in der hei­li­gen Buechen, in der hei­li­gen Föhre belegt. Als Wetterschutzbäume kom­men vor allem Esche und Linde, sel­te­ner Ahorn und Buche vor, wor­auf sich die Hofnamen Eschen, Eischen, Linde, Drei Linden, Buech, Buechen bezie­hen. Einzelne Wettertannen haben die Flurnamen Schurtanne(n) (zu «Schauer, Unwetter») hinterlassen. (…)
(aus dem BERICHT 1958 – Schweizerisches Idiotikon)

Ok, passt. Dies wird nun auf dem neuen Modul 32 umgesetzt.

Filmischer Rückblick

Viele visu­elle Eindrücke kann man weder mit Fotos noch mit Filmen rich­tig über­mit­teln. Und schon gar nicht mit dem Handy aus der Hand gefilmt. Ich habe es trotz­dem versucht.

Zweiter Tag und kleiner Rückblick

Nach einem aus­gie­bi­gen Frühstück im Hotel ging es wie­der in die Halle. Heute will ich mei­nen län­ge­ren und rela­tiv lang­sa­men Zug (Ae 8/​14 mit den Insekten …) mal über die Anlage “jagen” und fil­men. Kurz davor kam es zu einem Kuriosum: er ver­lor mit­ten auf der Trasse eine Achse! Grund? Achslager abge­bro­chen! Muss sich wohl in sei­nem Leben mal sehr schnell in Richtung Neuseeland auf­ge­macht haben. Der Wagen wurde ersatz­los ausgereiht.

Den gan­zen Tag gab es wie­der viele Gespräche mit den Leuten. Herrlich, nach so lan­ger Zeit wie­der ein­mal zu fach­sim­peln und plau­dern. Und dazu immer mal wie­der Mithilfe bei der Lösungssuche, wenn mal wie­der was nicht so funk­tio­nierte wie es sollte oder gewünscht war. Ob logi­sche Reihenfolge bei Bahnübergängen mit Öffnen und Schliessen oder auch nur bes­sere und sichere Verlegung von Gleisen. 

Und wich­tig! Ein Gruppenbild für die digi­ta­len Grüsse an die Daheimgebliebenen. Das Loch in der Mitte wurde extra frei­ge­hal­ten für meine Liebste, denn sie wurde von allen ver­misst – sie hat mir ver­spro­chen, nächs­tes Mal ist sie wie­der mit dabei!

Und zwi­schen­durch ein paar Fotos von neuen Modulen geschos­sen. Da haben sich Einige wie­der rich­tig ins Zeug gelegt. Mittlerweile besu­chen uns sogar Ausserirdische unsere Module.

Ja auch Heute, jedes Treffen geht irgend­wann wie­der zu Ende. Betriebsschluss, Abbau, ver­la­den, Abschied. Und es ging wie­der in Richtung Süden.

Ich war sogar so früh zurück, dass ich mit mei­ner Liebsten die Italiener vor dem TV unter­stüt­zen konnte.

Ein tol­les erfolg­rei­ches Wochenende!

Zweiter Tag – weitere Fehler

Uff, das war ein Tag!

Da lief so viel und der wurde so lang, dass die Zeit für den Rückblick immer weni­ger wurde – und dank dem Sieg der Italiener an der Fussball EM um Mitternacht rest­los verpuffte .…

Und nun sitz ich im Home Office, gehe mei­ner Arbeit nach (und träume zwi­schen­durch von den ver­gan­ge­nen Tagen – sagts bitte nicht mei­nem Chef 😉 ).

Und heute Abend – ich ver­spre­che es! – kommt der letzte Tagesbericht!

Erster Tag – viele neue Module – viele (neue) Fehler

Pünktlich gegen 9 Uhr in der Halle ange­kom­men, dem Kollegen das Impfzertifikat zei­gen und los geht es. Begrüssen mit den Fäusten oder Füssen.

Auspacken, Kisten tra­gen, Euro-​Boxen von den vie­len Fahrzeugen in die Halle schlep­pen. Und lang­sam geht es los, ein­zelne Module wer­den auf ihre Beine gestellt und wie­der andere wer­den elek­trisch ver­bun­den. Und weil die gros­sen Module wel­che mass­lich die Basis geben, irgendwo durch den im Nebel rund um Ulm schlei­chen, geht es ein wenig län­ger bis die Strecken sich ent­wi­ckeln können.

Es ist mitt­ler­weile spä­ter Nachmittag und es läuft – nein, fast Nichts! Bei den vie­len neuen Modulen die da meine NCI Kollegen nach Vaihingen gefah­ren haben ist es klar, dass es da noch ganz viele Probleme, Fehler und Störungen gibt. Und wenn ein Modul in der digi­ta­len Steuerung ver­kehrt gezeich­net ist, kann dies die Schaltung ganz leicht durch­ein­an­der bringen.

Ich helfe da wo ich kann – oder sitze mit den Freunden zusam­men. Schwatzen kann ich ja am Besten 😉

Gepackt!

Alles ist ein­ge­la­den und dabei lau­fend auf der Packliste abge­hakt. Und wie erwar­tet, passt alles rein.

Nur bei einem Kurvenmodul muss­ten klei­nere Transportschutzbretter ran, sonst wäre der Autohimmel zer­ris­sen worden.

Jetzt die aktua­li­sierte Zoll-​Liste aus­dru­cken, ins Mäppchen und ab damit in die Autotüre. €uros nach­ge­füllt und ein­ge­packt, Schnutenpullis geprüft, Tablet und Notebook vol­ler Energie im Rucksack – fertig.

Früh ins Bett und Morgen früh wie­der raus. I am ready!

Was muss an ein NCI Modultreffen mit?

Sicher mal ein paar sNs-​Module, zwei Übergangsmodule sNs/​NCI, genü­gend Modulbeine, Trafos, Elektroverkabelung, zusätz­lich Übergangsstecker SchuKo/​T13, für die Optik ein Vorhang, das mecha­ni­sche Verbindungsmaterial und – ganz wich­tig – das pas­sende Werkzeug!
Das Alles liegt ja schon im Atelier bereit.

eine mit Loks und Wagen gefüllte RAKO/EURO-BoxAlles? Nein! Es müs­sen auch noch Züge mit, denn was nützt die schönste Anlage wenn Nix dar­auf fährt? Also noch eine RAKO-​Box mit Schweizer Rollmaterial gefüllt. Dieses Wochenende gilt für mich: “Für Güter die Bahn” 

Ein Zug wurde län­ger, ein paar Wagen haben in den letz­ten Monaten andere Kupplungen erhal­ten und wie­der ein Treibwagen kommt mit, weil er mir sehr gefällt. Nämlich eine Kindheitserinnerung! Der Rorschach – Rorschach Express erhält noch ein wenig Auslauf in Digitalien.

Und was ist ganz wich­tig, wenn man die Schweiz in Richtung EU ver­lässt? Genau – die Zoll-​Liste. Mehrfach geprüft, kommt diese als Erstes unter­schrie­ben ins Auto in die Türablage gepackt.

in Zeiten von Covid19 trägt sogar der Schnuten Pulli das NCI LogoHm – irgend­was habe ich doch sicher ver­ges­sen. Nein, die MNS, in Schwaben Schnutenpulli genannt, die sind ein­ge­packt. Dann die Packliste abha­ken, ich glaub ich hab’ Alles dabei – die gute Laune kommt ja von Alleine mit! 

Ihr habt Bedenken, dass dies nicht alles in mei­nen Golf sports­van passt? Keine Angst, not­falls lasse ich die Zahnbürste zu Hause 😉

Das Beweisfoto kommt mit den News Morgen Abend.

das erste Treffen naht!

Mit den 3G (gene­sen, getes­tet, geimpft) wird es end­lich mög­lich, dass sich die NCI-​Moduler end­lich wie­der mit ihren Hobbyfreunden treffen.

Jetzt ist alles gerich­tet, so dass ich am Freitag Abend das Auto packen und am Samstag ganz früh in Richtung Norden fah­ren kann. Ich freu mich wie Bolle – Modulanlage auf­bauen und bähnlen!

Noch die ZOLL-​Unterlagen ergän­zen und dann ab nach Stuttgart-Vaihingen!

die Hoffnung lebt!

Langsam glau­ben die Modellbahner und die Planer von Ausstellungen und Messen an eine Normalisierung der Lage. Mit den 3G (gene­sen, getes­tet, geimpft) sollte es mög­lich sein sich wie­der mit den Hobbyfreunden zu treffen.

Der Kalender wurde heute aktua­li­siert. Die Planungen für das NCI Modultreffen(intern) und die ENSC im November in Stuttgart sind in Gang gesetzt.

es geht weiter mit Absagen .…

Tja, soeben habe ich erfah­ren dass eine wei­tere Messe/​Ausstellung dem Virus zum Opfer gefal­len ist. Die IMA/​Märklintage 2021 fin­den nicht statt!

Und kaum habe ich dies ver­öf­fent­licht, kommt die nächste Absage: die Spielwarenmesse 2021 “Sommer Edition” fin­det nicht statt!

Hoffen wir, dass sich nach den vie­len auf mas­si­vem Nichtwissen basie­ren­den Fehlentscheiden sich Wissenschafter, Politiker und die ganze Gesellschaft end­lich einen Ruck geben und die­sem Fiesling ein Ende bereiten.