Modul 1: Lengwil

Vorgeschichte/​Idee

Wie jeder Modellbahner hatte ich die Idee, zuerst einen Bahnhof zu bauen. Doch gute Seelen haben mich über­zeugt, zuerst mal ein Streckenmodul zu bauen. Und dann kam die lei­dige Geschichte mit der PAAT und Lengwil wurde eine Planungsleiche …

Planung

Eigentlich war der Bau die­ses Modules im Sommer/​Herbst 2007 geplant. Doch der Besuch der Modellbau Süd und der N‑Scale-​Convention mit den Kollegen der hat die Planung über den Haufen geschmis­sen, das Modul 7 musste zuerst her!

Die Um- und Ausbauten der PAAT-​Steuerung brauch­ten sehr viel Zeit. Und dane­ben konn­ten aus logis­ti­schen Gründen nur klei­nere Einzelmodule gebaut werden.

Nun sind wie­der Planungen im Gange. Mehr fin­dest Du hier erst nach mei­ner Pensionierung 2023 wieder!

Realisierung

Diese Modulgruppe und die Steuerung S1 wer­den frü­hes­tens ab 2023 gebaut. Nach der Skizze fin­dest du diverse Ideen, die auf die­sen knapp 3 m2 rea­li­siert wer­den könnten.

Stadtname/​Modulname

Nummern oder künst­li­che Bezeichnungen kön­nen sich die meis­ten Leute nicht so gut mer­ken, Namen jedoch schon. Alle unsere PAMoB Module haben einen ein­präg­sa­men Namen, näm­lich einen Orts- oder Flurnamen.
Auch bei die­sem Modul war schnell klar, die ent­ste­hende Stadt muss auch einen Namen haben. Irgendwie flog der Name Lengwil in mei­nen Gedanken vor­bei. Ok, passt. Aber in unserm Dialekt heisst die Stadt Längwil, weil es eine “läng­wii­lige” (lang­wei­lige, gemäss Jugend Nichts los …) Stadt wird.

Modulbau

Dieses Modul wird drei­tei­lig. Jedes Teil so gross wie eine Euro-​Palette (80/​120 cm). Daneben wird ein Steuerkasten gebaut, wel­che die Steuerung und die eigen­stän­dige Energieversorgung der PAMoB enthalten.

Bahnhof Lengwil

Hier fängt heute das Städtchen Lengwil an. Früher stand der Bahnhof aus­ser­halb des Dorfes, am Talgrund, wo es ein­fa­cher war, die dop­pel­spu­rige Hauptlinie zu bauen. Dieser ist heute die Drehscheibe des öffent­li­chen Verkehrs in Lengwil und Umsteigebahnhof auf die Schmalspurlinie in die Alpen sowie Startpunkt diver­ser tou­ris­ti­scher Postautolinien in die Region Lengwil.

Bis heute ist hier die Endstation der Schmalspurbahn. Seit hun­dert Jahren schau­kelt diese die Wanderer, Sommer- und Wintersportler in die Höhe.

Bahnhofshalle

Beim Bau der Schmalspurbahn wurde der Nebenbahnhof gebaut. Später, nach dem die Bahngesellschaften ver­staat­licht wur­den, ver­legte man die Gleise der Wümmischen-​Bahn WüB zum Bahnhofsgebäude. Das dau­ernde Verkehrschaos zwi­schen Bahn, Bus, Taxis und dem pri­va­ten Verkehr wurde in den 70er Jahren des ver­gan­ge­nen Jahrhunderts zum Dauerthema. Nur ein Gesamtkonzept konnte hier Abhilfe schaffen.

1975 ent­warf der Gemeinderat den Lengwiler Masterplan. Dieser basierte auf einer Totalsanierung des Bahnhofgebäudes aus dem 19. Jahrhundert, der Trennung der Verkehrsströme und einer Verlegung der Schmalspur auf die andere Gebäudeseite. Die alte Halle war aber zu klein, um alle Gleise und die neuen brei­te­ren Perrons zu über­de­cken. Neben diver­sen Projektvorschlägen wie die Halle erwei­tert wer­den kann, gab es auch den Vorschlag die Halle neu zu erstel­len. Dieser wurde ab 1990 umge­setzt. In der moder­nen und sehr hel­len Halle füh­len sich nun alle Bahnkunden wohl.

Bus und Postauto

Die Bus-​Betriebe Zimmerberg BBZ und die Postautos fah­ren Dich nach Hause oder die Touristen in die nahe Ausflugsregion.

Taxi Othmar

Postauto schon weg? Der Weg nach Hause zu lang? Dein Haus steht abseits und kein Bus hält vor Deinem Garten? Oder das Gepäck ist zu schwer und unhand­lich um zu Fuss nach Hause zu schlep­pen? “Hallo Taxi!” und schon wirst Du vom freund­li­chen Karl oder einem sei­ner flin­ken Kollegen zum gewünsch­ten Ziel gebracht.

P&R

Die Lengwiler arbei­ten zum gros­sen Teil in der nahen Stadt. Wie alle Städte hat es auch da zu wenig Parkplätze und des­halb fah­ren die Leute mit der Bahn zur Arbeit. Der P&R‑Platz ist gra­tis für die Abonnementsbesitzer. Für die Wanderer, Kultur-​Besucher und alle ande­ren gern gese­he­nen Gäste wird ein klei­ner Obulus für ihre Blechkutsche ver­langt. Seit die­ser Parkplatz besteht, hat sich die Verkehrssituation im Städtchen beru­higt und es gibt kei­nen läs­ti­gen Suchverkehr mehr. Nur die grü­nen Dauernörgler kön­nen sich nur im pri­va­ten Kreis und unter vier Augen posi­tiv über die Lösung äussern .…

Kulturzentrum Rose

Früher ein Umschlagplatz und Lagergebäude für die Bauern der Region. Aber auch in Lengwil ist die Zeit nicht ste­hen geblie­ben. Die Ernte der Bauern wird direkt auf dem Hof mit dem LkW abge­holt und gleich in die Verteilzentren der Grosshändler gefahren.

Da Lengwil diverse aktive Vereine und auch eine über die Region bekannte Theatergruppe hat, wurde der lange leer ste­hende und lang­sam zer­fal­lende Güterschuppen durch die Gemeinde zu einem Kulturzentrum umfunk­tio­niert. Seit dem Umbau gibt’s einen Saal mit gros­ser Bühne und Küche, diverse mul­ti­funk­tio­nelle Räume aller Grössen und auch der Verlag des Lengwiler Tagblattes hat hier seine Redaktionsräumlichkeiten.

Kiosk

Anna, die gute Seele vom Kiosk neben dem Kinderspielplatz hat nicht nur die papie­re­nen News von ges­tern, die Hobbyzeitschriften und die breite Palette der Yellow-​Press für die Erwachsenen im Angebot. Für die Kleinen und ihre Schürfungen gibt es ein Pflaster, ein Papiertaschentuch gegen die Tränenspuren und für die Seele eine kleine süsse Versuchung. Für gebro­chene Herzen hat sie immer ein offe­nes Ohr und trös­tende Worte. Und gegen den Seelenschmetter der Erwachsenen bie­tet sie ihren gerühmt berühm­ten heis­sen Grogg an, des­sen Rezept nur sie weiss und geheim hält.

Lokschuppen

Der frü­here Lokschuppen wird heute vom Bahn-​Oldtimer-​Verein genutzt, der darin seine Werkstätten hat.

Seit Jahren spricht man von einer Verlängerung der Schmalspur-​Linie. Nur feh­len noch Geld und der poli­ti­sche Wille, um die Linie durchs Dorf und ins Eichtal zu führen.

Städtchen Lengwil

Heute hat Lengwil rund 5000 Einwohner. Aus einem klei­nen Bauerndorf ist über die Jahre ein schmu­ckes Städtchen ent­stan­den, das heute ganz gut von Tourismus, Gewerbe und Landwirtschaft leben kann.

Als klei­nes regio­na­les Zentrum bie­tet es immer noch viele zen­tral­ört­li­che Dienstleistungen an. So ste­hen immer noch eine Post und die Bank im Städtchen. Und der Laden flo­riert wie­der, so dass er einen neuen Standort baut.

Feuerwehreinsatz

In einem alten Haus in der Altstadt ist im Dachstock ein Brand aus­ge­bro­chen. Die Feuerwehr Lengwil ist vor Ort und ver­sucht dem Feuer Herr zu wer­den. Als alter Feuerwehrler muss auch so eine Geschichte auf mei­ner MoBa plat­ziert werden.

Orts- und Raumplanung

Nicht immer wurde der Siedlungsplanung so viel Gewicht bei­gemes­sen wie heute. Die Lebensqualität in Lengwil ist hoch und zieht immer mehr Leute aus den umlie­gen­den Gemeinden und der nahen Stadt an. Um eine wei­ter Zersiedelung zu ver­hin­dern, ist eine neue Ortsplanung in Bearbeitung.

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